TransRhinRail hat neue Pläne für 2016

Mitgliederversammlung in Breisach bestätigte bisherigen Vorstand

Vorst TRR 20-02-2016 002

Am 20. Februar führte der Verein TransRhinRail, der sich für die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Freiburg-Breisach-Colmar stark macht, in Breisach seine Mitgliederversammlung durch. Knapp 40 Mitglieder waren in
das „Restaurant am Rhein“ gekommen. Darunter waren auch einige Prominente, die dem Verein ihre Unterstützung aussprachen. Von deutscher Seite waren der stellvertretende Breisacher Bürgermeister Lothar Menges dabei sowie
die Landtagskandidaten Dr. Oswald Prucker von der SPD und Martin Kammerer von der FDP gekommen. Von französischer Seite waren der Generalrat Hubert Miehe und der Colmarer Stadtrat Frédéric Hilbert dabei.

Und auch vom elsässischen Fahrgastverband FNAUT Alsace war der Vorstand gekommen.

SPD-Mann Prucker lobte die grenzüberschreitende Initiative des Vereins besonders auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, die wieder zu einem Ausbau der Grenzen in ganz Europa führte.

In seinem Rechenschaftsbericht wies der Vorstand besonders auf die aus seiner Sicht sehr positiven Ergebnisse einer von ihm angestoßenen Studie zur möglichen Auslastung der Bahnverbindung hin. Die von der Stadt Breisach und der
Verwaltungsgemeinschaft ‚Pays de Brisach‘ finanzierte Untersuchung ergab, dass schon ab einer täglichen Nutzerzahl von 1500 eine Kostendeckung für die Strecke gegeben sei. Dafür sollten auf einer dann durchgehend elektrifizierten
Strecke stündlich moderne Großtriebwagen in beiden Richtungen verkehren. Eine Studie aus dem Jahr 2004 sei noch von nur 500-800 täglichen Fahrgästen ausgegangen. Dies werde jedoch angesichts von täglich 17.000 Autos, die die
Brücke bei Breisach überfahren, von vielen Verkehrsfachleuten als viel zu gering eingestuft, so TRR-Vorstand Hannes Linck.

Der Vereinsvorstand möchte mit dieser durch eine Fachfirma erstellten Untersuchung die Verantwortlichen im Elsass überzeugen, dass die Bahnverbindung mehr als kostendeckend betrieben werden könnte. Und Vorstand Vincent
Denefeld aus Colmar wies darauf hin, dass eine Ergebnis der Studie ein Kostenrahmen von nur ca. 40 Mio. € für die Wiederherstellung der Strecke sei. „Warum Regions-Präsident Richert immer Kosten in Höhe von ca. 120 Mio. als
Argument gegen die Strecke verwenden kann, ist für uns nicht nachvollziehbar,“ ergänzte Vorstand Hannes Linck aus Freiburg. Und der TRR-Vorsitzende Patrick Kerber machte nachdrücklich deutlich, dass die von der Region Elsass als
Alternative bevorzugte Busverbindung „von hohem Serviceniveau“ in keiner Weise wie eine Zugverbindung Autofahrer zum Umsteigen bewegen könne.

Dies habe auch eine im Frühjahr vom Verein durchgeführte Umfrage unter Pendlern aus dem Elsass ergeben, die mit dem Auto nach Breisach kommen und von dort mit der S-Bahn weiter in Richtung Freiburg fahren.

Bei der anschließenden Vorstandswahl wurde das bisherige Team mit Patrick Kerber (Biesheim), Hannes Linck (Freiburg) und Vincent Denefeld (Colmar) an der Spitze einstimmig bestätigt.

Für das Jahr 2016 kündigten die Vorstände weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen an. Der Höhepunkt wird sicher eine Sonderzugfahrt von Volgelsheim in die Vogesen und von Breisach in den Schwarzwald mit geführten Wanderungen sein. Es sollen aber auch in Zusammenarbeit mit den Universitäten von Freiburg und Colmar/Mulhouse weitere Fahrgasterhebungen gemacht werden, um Argumente für die Wiederinbetriebnahme der „Freiburg-Colmar-Bahn“ zu sammeln.

Nach einer lebhaften Diskussion ging die Versammlung mit einem gemeinsamen Mittagessen von Elsässern und Badenern zu Ende.

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