Bericht von der öffentlichen Veranstaltung in Volgelsheim am 23. November 2012

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Zu unserer Informationsveranstaltung über die Bahnverbindung Colmar–Freiburg am 23. November 2012 kamen über 80 Personen ins CRAL-Veranstaltungszentrum in Volgelsheim. Die BesucherInnen waren sowohl an der Vorstellung des Vereins ‚Trans Rhin Rail Colmar–Freiburg’ durch den Vorsitzenden Patrick Kerber und seinen Stellvertreter Vincent Denefeld stark interessiert als auch am Projekt der Wiedereinrichtung der Eisenbahnstrecke.

Viele TeilnehmerInnen sprachen sich nicht nur für eine Unterstützung des Vereins aus, sondern äußerten auch ihr starkes Interesse an einer Wiedereröffnung der durchgängigen Strecke. Benoît Roth, der Bürgermeister von Volgelsheim, kündigte an, dass das Projekt zu einem der Hauptziele der Gemeinde gemacht werden soll. Gérard Hug, der Präsident des Gemeindeverbandes Pays de Brisach, sprach die Schwierigkeiten der Finanzierung des Projektes an. Er machte sich jedoch dafür stark, dass die Strecke in ihrer Gesamtheit, also von Colmar bis nach Freiburg wieder in Gang gesetzt werden sollte, und nicht nur der Abschnitt von Colmar bis Volgelsheim. Richard Alvarez, der Bürgermeister von Neuf-Brisach, sprach sich dafür aus, dass die bestehende Busverbindung besser genutzt werden sollte, um eine starke Nachfrage nach dem öffentlichen Verkehr vorweisen zu können.

Aus dem Publikum wurde ihm geantwortet, dass das derzeitige Angebot nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung entspreche. Besonders kritisiert wurde, dass eine Monatskarte z.B. für die 5 km von Volgelsheim nach Breisach 80 Euro koste, und dass die Fahrtzeit von Volgelsheim nach Colmar mit 50 Minuten viel zu lang sei.

Der Generalsrat-Abgeordnete Hubert Miehé drückte seine Bewunderung aus für die rasche Entwicklung des Vereins ‚Trans Rhin Rail’ und kündigte seine weitere starke Unterstützung für das Projekt an.

Die Fragen und Stellungnahmen aus dem Publikum zeigten deutlich die Ungeduld vieler, die rasche Fortschritte wünschen. Und deutlich wurde im Gespräch auch der deutliche Unterschied der Entwicklung auf beiden Seiten des Rheins: auf der einen Seite die attraktive Breisgau-S-Bahn, auf der anderen Seite eine Strecke in sehr schlechtem Zustand, die nur noch von Güterzügen befahren wird.

Die Vertreter von TransRhinRail machten noch einmal deutlich, dass sie von einer durchgehenden Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg deutliche Zeitgewinne für die Fahrgäste erwarten: 45 Minuten anstatt von ca. 90 Minuten heute. Für den Rheinübergang sind mehrere Szenarios vorstellbar: auf oder neben der heutigen Autobrücke oder auch nördlich von Breisach mit einer möglichen Anbindung von Biesheim.

Allen TeilnehmerInnen war klar, dass die Wiederherstellung der Strecke nicht billig werden würde, aber es wurde deutliche Kritik daran laut, dass die regionale Politik sich hauptsächlich für den TGV stark mache zum Nachteil des Regionalverkehrs in der Fläche und über die Grenzen hinweg. Für die Anwesenden sollte die Strecke auch deshalb so schnell wie irgend möglich wieder hergestellt werden, um die Anwohner von dem häufigen und starken Lärm zu entlasten, den der Transport von großen Lasten auf einer Strecke in sehr schlechtem Zustand verursache.

Zum Abschluss erhob man das Glas mit dem Wunsch, dass die verantwortlichen Politiker sich endlich für eine Wiederherstellung der durchgehenden Bahnverbindung von Colmar bis Freiburg in naher Zukunft stark machen.

 

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